Workshop „Umgang mit Diskriminierung und rassistischen Parolen“

 

„Umgang mit Diskriminierung und rassistischen Parolen“ lautete der Titel dieser methodenreichen Veranstaltung, die aufgrund der großen Nachfrage am Ende des „Anti-Bias-Trainings“ im November letzten Jahres angeboten worden war.

Gerade in der professionellen aber auch ehrenamtlichen Arbeit mit Menschen ist die Sensibilität für diskriminierende Äußerungen und Haltungen gestiegen. Wir alle wissen, es braucht diese Achtsamkeit, um das gesellschaftliche Klima, das immer wieder zu kippen droht, im demokratischen Spektrum zu halten.

Und dann wird es konkret – und kompliziert: Die meisten von uns kennen Gespräche mit Nachbar*innen, in der Arbeit, im Verein oder auf Familienfesten - die Stimmung ist eigentlich gut und heiter. Dann horcht man plötzlich auf: Wurde das gerade wirklich gesagt? „DIE wollen sich ja nicht integrieren“, „DIE Flüchtlinge haben ALLE teure Markenklamotten und Smartphones“ und überhaupt „MAN traut sich ja kaum noch auf die Straße!“. Das verschlägt einem häufig die Sprache. Oft im Nachhinein kommen die Überlegungen: Warum habe ich nicht eingegriffen? Was hätte ich sagen können? Hätte ich etwas erwidern können? Warum hat mich die Situation so sprachlos gemacht? In dem Workshop wurden Aussagen, die sprachlos machen können, analysiert, und sich anschließend konstruktiv damit auseinandergesetzt. Das Training hat geholfen, sich auf entsprechende Situationen vorzubereiten und schnell abrufbare Argumentationsstrategien zu entwickeln.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei den beiden Referentinnen Agnes Scharnetzky, Referentin für Politische Bildung und Gedenkstättenpädagogik und Julia Eder, Mitarbeiterin der Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus in Bayern für diesen sehr praxisbezogenen und anregenden Tag!

 

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